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Wer möchte nicht einen fachkundigen Begleiter an seiner Seite haben, der einen durch die nächtlichen Traumlandschaften führt? Wer wäre dafür besser geeignet als ein zweites Ego, unser Doppelgänger, der sich stets an wichtige Traumbilder erinnert, die unserem Gedächtnis vielleicht entschwunden sind.
Wie können wir also selbst nach aussagekräftigen Indizien des Traumes suchen, während wir schlafen?
Somit sind wir bei der dritten Übung angelangt, die unser Gedächtnis stärken und unsere Selbstbeobachtung fördern soll: die Übung besteht genau darin, unseren inneren “Helden” zu befreien und zum Leben zu erwecken und unser “U-Boot” durch das weite Meer des Schlafes zu lenken.
Wir müssen versuchen, uns vom gewohnten Bild, das wir von uns haben, zu befreien und uns innerlich von Grund auf erneuern, angefangen bei den körperlichen Eigenschaften, über alle Besonderheiten, die uns nützlich erscheinen, bis hin zum Charakter, Makel und Angewohnheiten eingeschlossen.
Wir müssen sehr intensiv und aufmerksam an uns arbeiten, uns auf all das konzentrieren, was uns von den anderen unterscheidet, um uns ein so klares Bild wie möglich machen zu können.
Das so geschaffene Wesen ist unser “Traumdoppelgänger”, den wir immer dann, wenn wir schlafen gehen, zu uns rufen können: er wird nachts jene Bereiche von uns bereisen, die in unseren Träumen enthüllt werden.
Wird diese Übung häufig und mit starker Konzentration wiederholt, werden einige es sicherlich schaffen, mithilfe des Traumdoppelgängers an die ausgedachten Orte oder in einen besonders intensiven Traum zurückzukehren, von dem uns wichtige Einzelheiten fehlen.
Wir müssen gewiß nicht darauf warten, daß uns die Augen zufallen, um etwas über uns selbst zu erfahren und von unseren Wünschen zu träumen: dies geschieht nur dann, wenn wir bereits tief in unserem Inneren angelangt sind und es geschafft haben, an die phantastische Reise unseres Doppelgängers zu denken, die eisernen Regeln der Wirklichkeit zu vergessen und uns vom Unterbewußtsein leiten lassen. In einer besonders intensiven Phase des Schlafes, in der Unterbewußtsein und Gewissen einander endlich sehr nahe sind und wir den Bildern in uns freien Lauf lassen, kann unser Ich Fragen stellen. Der Traum wird sie auf seine Weise beantworten, mit Bildern und Symbolen, die wir dann entsprechend interpretieren müssen.