Hochzeit




Häufig, wie auch in diesem Fall, überbringt uns der Traum eine Botschaft, die unser tiefstes Inneres betrifft. Alles wird unverschlüsselt und direkt mitgeteilt und Dinge, vor denen wir verzweifeln oder uns fürchten, werden uns klar und unverhüllt vor Augen geführt.
Der Hauptgrund dieses Traumes ist ohne Zweifel ein starker Widerstand gegen eine Hochzeit und allgemein gegen alle Umstände, die dieser Schritt mit sich bringt: der Widerstand, einen anderen Lebensabschnitt zu beginnen und die damit verbundene Verantwortung zu akzeptieren.
All das kann sicherlich Angstgefühle und Panik hervorrufen, vor allem wenn wir noch nicht verstanden haben, was wir wirklich brauchen und was wir noch nicht überwunden haben.

Aber der Traum kann auch verwirrend wirken, wenn die aus dem Unterbewußtsein kommenden Emotionen unkontrolliert aufsteigen und nicht verstanden werden.
Und etwas ändert sich auch im Traumgeschehen: Deborah will um keinen Preis heiraten, hört sich aber die Ratschläge der Anwesenden an und beschließt, den Schritt zu wagen. Aber der innere Widerstand ist so groß, daß der Traum notgedrungen die Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken muß, um nicht zu traumatisch zu enden! Deborah heiratet nicht, aber nicht weil sie nicht will (das wirkt beruhigend), aber weil es zu einem Zwischenfall kommt (es ist kein Zufall, daß jemand stirbt: ein Trauerfall, ein bedauernswertes Ereignis) und ihr die Wahl, zu der sie sich noch nicht bereit fühlt, abnimmt.
Der Traum sendet Signale, die sie zu einer tiefergehenden Selbstanalyse zwingen wollen: all das bedeutet nicht unbedingt, daß sie nicht heiraten will, wohl aber, daß es auf jeden Fall notwendig ist, über den Sinn und ihre Einstellung diesbezüglich nachzudenken.