Sturm am Meer




Dem Traum liegt offensichtlich ein unbewußtes Problem zugrunde: der Gedanke, der Stefanie beschäftigt, ist, daß äußere Einflüsse die Familie erschüttern oder in eine gefährliche Situation mit einbeziehen können.
Die Mutter, der Bruder und sie selbst werden von einem Orkan bedroht, der vom Meer kommt und das Haus zerstört, den vertrauten Ort, durchsichtig und gemütlich (die Wände sind aus Glas), aber aus demselben Grund zerbrechlich und den Einflüssen von außen ausgesetzt.
Vom Meer der Emotionen und Gefühle löst sich eine zerstörerische Kraft, die in Wirklichkeit den Personen keine Schäden zufügt, aber Stefanie so sehr erschreckt, daß sie aus dem Traum angsterfüllt aufschreckt.
Es ist nicht einfach zu sagen, welche Gefahr Stefanie für ihre Familie befürchtet: es gibt keine Hinweise, die auf die Gefahr schließen lassen. Wir verstehen nur, daß das Gefühlsleben der Träumerin gemeint ist und daß das Mädchen nicht spürt, daß die gleiche Gefahr auch den Vater bedroht, der im Traum gerade deshalb nicht vorkommt. Das “erschütternde” Ereignis betrifft Stefanie, die Mutter und den Bruder oder die Beziehung der drei zueinander.